Jonas ist heute 1 Jahr alt, hat schon Zähne, kann gehen und ist allerliebst:
Happy Birthday, Jonas!
Und Emma ist heute ein halbes Jahr alt, was wir mit der ersten festen Nahrung gefeiert haben. Die Begeisterung für Pastinake hält sich allerdings in Grenzen…
Letztes Wochenende war wieder Oberösterreich und neben dem Klassentreffen auch weiteren Hochzeitsvorbereitungen gewidmet: Anprobe Trauringe, Stoffkauf und Anprobe Brautkleid, Einladung von Gästen etc.
Anbei ein paar Bilder von Emma mit Family & Friends:
20 Jahre ist die Matura schon her – Anlass genug, sich in der alten Schule zu treffen, zu schauen, was sich dort alles verändert hat, mit dem Direktor Sekt zu trinken (für alle, die ihn und mich kennen: ich mag ihn noch immer nicht, aber einen Sekt kann man ja annehmen…) und mit alten SchulkollegInnen zu tratschen.
Man spürt heute noch, dass wir eine außerordentlich gute Klassengemeinschaft waren – prompt war´s auch wieder seeehr lustig!
In einem der schlauen Babyentwicklungsbücher habe ich gelesen, man soll früh beginnen, Bilderbücher anzusehen, auf Tiere oder Gegenstände zu zeigen, einen Laut damit zu verbinden und dann die gleichen Bilder in einem anderen Buch mit den gleichen Kommentaren zu versehen (Ja ich weiß, das machen Eltern seit Generationen, eine Schande, dass man ein Buch dafür lesen muss…).
Also sitze ich mit Emma da, blättere Bücher durch und sage: „Schau eine Katze, die macht miau!“, „Schau ein Frosch, der macht quaaak!“ oder „Schau ein Auto, das macht brummbrumm!“. Aber wie soll Emma sich das jemals merken, wenn nachher der Vater kommt, das gleiche Bild anschaut und sagt „Schau, a himmö-oida Passat!“
Grad ist der beste aller Shiatsu-Studenten heimgekommen und hat die 2. Jahr-Abschlussprüfung geschafft! Und zufriedene KlientInnen säumen seinen Weg, schreiben rührende Briefe und sind voll des Lobes. Gratuliere, Robs!
Alle singen mit: „Hot town summer in the city, back of my neck getting dirty and gritty, been down, isn’t it a pity, doesn’t seem to be a shadow in the city!“
Gott sei Dank hat Emma einen Freund mit Pool 2 Häuserblocks weiter
Wenn ich Emma so beobachte, muss ich oft an Khalil Gibran und sein Buch „Der Prophet“ denken, wo er über Kinder schreibt: „Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken, denn sie haben ihre eigenen Gedanken. Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen, denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen, das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen. Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht, sie euch ähnlich zu machen. Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.“
Und tatsächlich kann ich von Emma viel lernen!
Wer kennt das Motivationsbuch „Fish!“ von John Christensen, Stephen C. Lundin und Harry Paul oder „Who moved my cheese?“ von Spencer Johnson? In ersterem geht´s darum, dass die hochmotivierten Fischhändler von Seattle Vorbild für ein bis dahin lustlos agierendes Team werden (alles nur eine Frage der Einstellung!) und zweiteres handelt davon, dass Veränderungen ein Segen oder ein Fluch sein können, je nachdem, wie flexibel man darauf reagiert. Wenn Fischhändler und Mäuse Vorbilder für ein Motivationsbuch sein können, warum nicht auch ein Baby?! Hier ist quasi das erste Kapitel:
Vergeben und vergessen: am Freitag vorm Muttertag hat Emma eine Szene vom Feinsten hingelegt. Zu Dritt haben wir (gefühlte) 1,5 Stunden gebraucht, um sie zu beruhigen. Nächsten Morgen ist sie glucksend wach geworden und hat uns angestrahlt. Spielerisch und ohne Groll haben wir sie gefragt, was denn gestern mit ihr los war – blöd eigentlich. Wenn sie es längst vergessen hat und wieder vorbehaltlos strahlt, dann sollten wir das auch können. Schade um die Zeit, die wir damit vergeuden, nachtragend zu sein.
Dinge 100%ig tun: Oftmals lässt Emma sich ablenken (z.B. beim Stillen). Man hat fast den Eindruck, sie hat Angst, etwas zu versäumen. Aber wenn sie was Neues entdeckt oder versucht, ein Stofftier nieder zu ringen, dann ist sie so hingebungsvoll bei der Sache, dass alles, was ich dieser Tage tue vergleichsweise lauwarm ist.
Den Augenblick genießen: Neulich hat´s mich wieder mal übermannt und ich hab eine 6er-Packung Schwedenbomben verdrückt. Bis zum nächsten Papierkorb hab ich die leere Packung auf die Kinderwagen- abdeckung gelegt und damit sofort Emmas Interesse geweckt. Krakengleich kamen die Ärmchen heraus um die Schachtel ins Wageninnere zu ziehen, bis ich nach einer Weile beschlossen habe, dass das kein geeignetes Spielzeug ist und es ihr 2x weggenommen habe, was 2x mit Geplärr quittiert wurde. Nach dem 2. Mal hab ich ihr mit viel Trara ein Alternativspielzeug präsentiert und vergessen war die blöde Schachtel. Ich kenne Erwachsene, die haben 4 Jahre lang etwas nachgejeiert, das nie wieder gekommen ist…
Diese Woche hat es uns schon 2x in den Prater verschlagen – super schön zum Spazierengehen kann ich nur sagen. Und bald treiben wir uns auf den riesigen Spielplätzen herum!
Für alle, die schon die regelmäßigen Emma-Bilder vermisst haben (ich sollte den Blog „update on Emma“ nennen), hier ein Überblick über Emma´s letzte Woche (nur Dienstag war „Ruhetag“).