Noch fast 7 Wochen bis Weihnachten und nur noch 1 Woche bis in Wien die ersten Christkindlmärkte aufsperren. Emma und ich sind wild entschlossen, uns ins Getümmel zu werfen und den einen oder anderen Glühwein zu trinken. Außerdem kennen wir die Weihnachtsmärkte am Wilhelminenberg, am Cobenzel, beim Belvedere und im Türkenschanzpark noch nicht – na wenn das kein Auftrag ist! Wer Lust hat, mitzukommen, bitte melden!!
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Early Bird
Unglaublich, was man alles weiterbringt, wenn der Tag um 6.30 Uhr beginnt. Heute hab ich Emma schon 2x gewickelt, 2x gefüttert und angezogen, dazwischen Töpfe und Pizzablech von gestern abgewaschen und gebügelt. Auf der Post waren wir auch schon.. und in der Apotheke… und Lebensmittel einkaufen. Und jetzt – um 10 nach 9 – liegt Emma zum Vormittagsschlaf im Bett und in der Küche brodeln schon die Knochen für eine Rindsuppe. Bald wird auch die Waschmaschine laufen – ich fühl mich wie eine Hausfrau aus den 20ern.
Wer jetzt glaubt, ich hätte schon gefrühstückt – abgesehen von einem Kaffee mit dem besten aller Ehemänner - und wär geduscht und geschminkt, dem kann ich nur sagen: get real!!!
Na Mahlzeit!!
Die AK OÖ hat Grillfleisch getestet und ich bin schockiert – von „wertgemindert“ über „für den menschlichen Verzehr ungeeignet“ bis zu „gesundheitsschädlich“ ist alles dabei!!! Und das von Anbietern wie Merkur, Penny, Interspar und Billa!!!
Ebenfalls mehr als schockierend ist ein Test_Babynahrung: fast alle getesteten Produkte enthalten krebserregendes (!!!) Benzol oder Furan!! Das Drama wird lediglich dadurch relativiert, dass Babies die Gläschennahrung nur über einen kurzen Zeitraum zu sich nehmen.
Was die Stiftung Warentest herausgefunden hat, ist im Vergleich dazu ja direkt harmlos: nämlich, dass Gläschennahrung vom Konsumenten nachgebessert werden muss: zuwenig Fett und zuwenig Vitamin C (siehe Babynahrung_Test).
Kombiniert mit den Horrormeldungen über analogen Käse und Schummelschinken kann man echt nur sagen: weit haben wir´s gebracht im Feinkostladen Europas!
Jahrgang 1989
20 Jahre ist die Matura schon her – Anlass genug, sich in der alten Schule zu treffen, zu schauen, was sich dort alles verändert hat, mit dem Direktor Sekt zu trinken (für alle, die ihn und mich kennen: ich mag ihn noch immer nicht, aber einen Sekt kann man ja annehmen…) und mit alten SchulkollegInnen zu tratschen.
Man spürt heute noch, dass wir eine außerordentlich gute Klassengemeinschaft waren – prompt war´s auch wieder seeehr lustig!
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Perpetuum Mobile
Definitionsgemäß ist ein Perpetuum Mobile etwas, das – wenn einmal in Gang gesetzt – ständig in Bewegung bleibt. Und in Physik haben wir gelernt, dass es so etwas nicht gibt, weil immer wieder Energie zugeführt werden muss, damit etwas nicht (v.a. durch Reibungsverluste) zum Stillszand kommt.
Nun ja, unsere Waschmaschine entwickelt sich zum Perpetuum Mobile. Zwei Personen arbeiten daran: Robert macht derzeit sehr intensiv Shiatsu (weißes G´wand und Leintücher zu Hauf) und die kleine Maus musste heute um 6.15 Uhr schon das erste Mal umgezogen werden (gestern z.B. 3x im Laufe des Tages!!). Aber vermutlich ist es nur eine Frage der Zeit, bis auch die Waschmaschine durch einen Verreiber zum Stillstand kommt…
Auf der Suche nach dem richtigen Kleid
Ein Hochzeitskleid muss her – keine einfache Aufgabe, wenn man nach der Geburt des Kindes mehr denn je versucht ist, Süßes reinzustopfen. Aber jammern macht auch nicht schlanker – also auf in die Welt der Brautmoden!
Gab´s rund um die Schwangerschaft schon Kommentare wegen dem fortgeschrittenen Alter („Ist das Ihr erstes Kind?“), so geht´s jetzt munter weiter: „Sind Sie die Braut?“ und „Sie heiraten am Standesamt, oder?“ Naja, immer noch besser als: „Sind Sie schwanger!?“
Das bisher teuerste Kleid: € 6.800,-!!! Ja, das war ungefähr der Anschaffungswert von meinem letzten Auto (kleine Gedenkminute für den blauen Boliden!). Nicht dass ich es probiert hätte, aber es war in der Bildschirm-Auswahl. Für alle, die noch nie dabei waren: im Normalfall wählt man mal aus einem Katalog oder am PC in Frage kommende Kleider aus und dann wird erst probiert.
Was mir bis heute ein Rätsel war: wie geht das, wenn pro Modell nur 1-2 Stück vorhanden sind und Frauen aller Größen sich durchprobieren möchten? Ganz einfach – man nehme ein Kleid mittlerer Größe, bei zierlichen Frauen wird es abgesteckt und wenn das Kleid zu klein ist, bleibt der Zipp offen und mittels Bändern wird das Kleid hinten zusammengehängt – in beiden Fällen kann dann recht gut abgeschätzt werden, wie´s aussehen könnte. Dann wird´s entweder in der richtigen Größe bestellt (Achtung: bis zu 5 Monate Vorlauf – bitte bedenken, falls jemand die Absicht hat, spontan mit dem Liebsten durchzubrennen) oder umgeändert, d.h. entweder kleiner gemacht oder hinten beim Zipp ein Stoffteil (der beim Kürzen übrig bleibt) eingesetzt und dann halt darüber geschnürt statt gezippt (seit heute sehe ich Kleider mit Schnürung mit anderen Augen…).
Kürzen ist auch so eine Sache – ich hab schon bei Sichtung der online-Bilder gesagt, dass keine Frau sooo lange Beine hat und die Models mindestens auf einem Hocker stehen. Ist tatsächlich so – jedes Kleid ist zu kürzen und bei der Anprobe steht man auf einem Hocker, was ordentlich streckt und einen gleich viel Model-mäßiger und kaufwilliger macht
Frohe Ostern!
Wer kann´s noch singen: „Der Heiland ist erstanden, befreit von Todesbanden … Der Tod hat keinen Stachel mehr, der Stein ist weg, das Grab ist leer.“
In Wien braucht es anscheinend schon Plakataktionen um zu erklären, warum wir Ostern feiern:

Stillen in der Öffentlichkeit
Wenn Emma so gegen 7 Uhr abends und 1/2 6 Uhr früh gestillt wird, braucht sie derzeit dazwischen Mama´s Busen nur 1x in der Nacht. Viel öfter und unregelmäßiger geht´s da am Tag zu. In der Stillberatung hat´s geheißen, dass der „Stillrhythmus“ ein weitverbreiteter Mythos oder ein seltenerer Zufall ist und man erst bei Fläschchennahrung wirklich regelmäßige Zeitabstände erwarten kann.
Wie regelt man also einen Tagesablauf, wenn man nie weiß, wann das nächste Mal gefüttert werden muss? Meine Antwort darauf: man stillt, wenn es Baby einfordert, egal, wo man gerade ist. Die Alternative wäre, nur kurze Exkursionen zu unternehmen und ansonsten das traute Heim zu hüten. Da das nicht ganz mein Ding ist, haben wir schon quer durch die Stadt gestillt: in der Volkshochschule, im Cafe, im Szene-Lokal, bei diversen Freunden und neulich auf einem Bankerl vor der U-Bahnstation Thaliastraße mit Blick auf den Gürtel!
In den USA darf bei Werbung für´s Stillen im Fernsehen das Stillen selbst nicht gezeigt werden, die stillende Angelina Jolie am Cover einer Illustrierten war skandalös und auch in anderen anglophonen (ehemals puritanischen?) Ländern wird der blanke Busen in der Öffentlichkeit nicht unbedingt goutiert. Naja, „God bless Austria“ kann ich da nur sagen.
Frühling?!

Laut Kalender sollte ja schon längst Frühling sein, aber bisher gab es nur ein paar zarte Anzeichen dafür.
Emma ist immerhin schon im Schanigarten gesessen und heute im Wagerl ohne Verdeck gefahren – Cabrio-Style quasi. Und im Look haben wir auch schon Frühlingsblumen vorweggenommen…
Ein Tag mit Emma
Huch, heute haben wir wieder mal versucht, auf allen Kirtagen zu tanzen – und Emma hat super mitgemacht… meistens zumindest. Und während sie bereits im Bettchen liegt, lasse ich den Tag revue passieren:
- ca. 1.30 Uhr: Emma wird wach und hat Hunger. Kein Wunder, die letzte Mahlzeit liegt bereits über 7,5 Stunden zurück. Entsprechend zügig verläuft das Stillen und nach wickeln und einer Kuscheleinheit schläft sie wieder.
- 6.30 Uhr: Taaaagwache! Wieder wird gestillt, ein bissl rumgespielt, geduscht und während Emma erneut schläft, mache ich ein paar Sonnengrüße (sprich: Yoga) um die Ganzkörperverspannungen zu lindern.
- ca. 9 Uhr: Die Putzhilfe hat sich angemeldet – schnell noch alles aufräumen, damit die zu putzenden Stellen überhaupt zugänglich sind. Dazwischen ist Emma wieder hungrig obwohl noch keine 3 Stunden vergangen sind.
- ca. 10.30 Uhr: Viel zu spät brechen wir zum ersten Mal Babykino im Votiv auf. Zu „Slumdog Millionaire“ kommen wir zu spät (3!!! Rolltreppen in der Station Schottentor sind außer Betrieb!), aber um 11.15 Uhr „Vicky, Christina, Barcelona“ von Woody Allen erreichen wir noch. Das Licht geht nicht ganz aus, die Lautstärke wird etwas runter gefahren (die vom Film – die Babies plärren ungeniert) und ich hab Glück: Emma schläft den ganzen Film (der übrigens super ist!) durch.
- ca. 13 Uhr: Mittagessen bei Akaikiko auf der Freyung – die Sushi können mit denen vom Mono-Sushi (siehe Restaurant-Empfehlung) nicht mit, aber ich schlinge sie schnell runter, denn Emma ist für die nächste Mahlzeit fällig!
- ca. 13.20 Uhr: Da Emma ihr Essen noch nicht einfordert, brechen wir zur VHS im 3. Bezirk auf.
- ca. 14 Uhr: Babymassage beginnt – und jetzt hat Emma Hunger.
- 15 Uhr: nach der Babymassage mit D. und A. und Sohn A. zu Starbucks und noch ein bissl spazieren im 1. Bezirk.
- Auf der Straße noch Zufalls-Tratsch mit Ex-Arbeitskollegin und kurzer Abstecher in eine Boutique.
- ca. 17.30 Uhr: Da Emma sich ruhig verhält, mach ich auch noch schnell Einkäufe bei Spar, treffe den Ex-Nachbarn und bei der Kassa setzt Emma ein. Hunger! Ja, den hab ich auch – Bärenhunger!
- ca. 18 Uhr: Rein bei der Wohnungstür, während Robs die schreiende Emma auspackt werden Hände gewaschen und der Stillpolster gekrallt und los geht´s! Nach dem Wickeln und ein bissl plaudern ist Emma streichfähig und schläft ein.
- ca. 19 Uhr: Endlich Abendessen improvisieren, mit Robs plaudern, eine Hochzeitsband suchen, Mails checken, in der Eltern-Zeitschrift schmökern, einen Eintrag im Blog schreiben, zur Ruhe kommen und dem Drang, gaaanz viel Schoki reinzustopfen, widerstehen.
