Archiv für Lokale

Freiraum

Ich komm grad vom Brunch mit Katja. Angetestet wurde ein neues Lokal namens Freiraum, Mariahilferstraße 117. Der Standard hatte in seiner Kritik viel auszusetzen aber völlig korrekt gemeint, dass es sich um Wien´s aufwändigste Frühstücksadresse handelt. Ich hab versucht zu zählen, auf wieviele Arten man Eier essen oder Kaffee trinken kann – soviel Angebot hat die Stadt zum Thema Frühstück noch nicht gesehen! Neben den Klassikern gibts z.B. auch Blinis mit Sauerrahm, Pancakes mit Ahornsirup oder einen Muschel-Bohnen-Eintopf!

Das Lokal ist riesig und bietet von einem modernen Bereich, mit großen Fenstern zur Mariahilferstraße, erhöhten Tischen und Bänken mit Kunstlederbezug über eine Bar oder Couchtische mit Leder-Fauteuils bis zu schummrigen Bereichen und einem sehr hellen, freundlichen, ruhigen und riesengroßen Nichtraucherbereich alles, was der Frühstücksgast begehren könnte (und das schon ab 8 Uhr!).

Das Klo ist eine gewisse Herausforderung – ein Gast hat mich darauf aufmerksam gemacht, dass man sich an den rosa und blauen Lampen über der Tür orientieren könnte um Peinlichkeiten zu vermeiden. Statt ordinären Waschbecken gibt´s ein kreisrundes, von allen Seiten zugängliches Becken mit Mosaikfliesen und mittig darüber einen überdimensioalen, flachen Duschkopf. Nur Wasser kam keines – kein Sensor, kein Fußpedal, klopfen an dem Ding half auch nix, aber irgendwann hab ich ihn gefunden, den kleinen, kleinen Knopf am Beckenrand.

Ich weiß nicht, ob ich dort mittag- oder abendessen möchte, aber für Frühstück/Brunch ist´s definitiv ein  Tipp!!

Kommentare (3) »

Karibisch-kreolisch-afrikanisches Essen im 6.

Uschi sei Dank haben wir gestern ein neues Lokal kennen gelernt – das keke´s in der Amerlingstraße im 6. Bezirk.

Breit ist die angebotene Palette: im hinteren Teil gibt´s eine ansprechende kleine Bar für alle, die nur auf einen Cocktail oder ein Corona vorbeikommen. Im nüchternen, aber doch gemütlichen Restaurant-Teil reicht das Vorspeisenangebot von Crema de Mais con Gambas (Maiscremesuppe mit Shrimps) über Tostones y yucas fritas / Plantains (gebratene Kochbananen und Maniok mit Avocado-Dip) bis zu Gambas al ajillo (gebratene Garnelen), eine köstliche – wenn auch scharfe – Sensation! Omo Tuwe kommt aus Afrika, ist ein Huhn in Erdnusssauce mit Ingwer, afrikanischem Gemüse, Okra und Maniokbällchen und hat so gut geschmeckt, dass alles, was Frau dann doch nicht essen konnte, eingepackt wurde.

Eine echte Empfehlung für alle, die statt Schnitzel, Schweinsbraten und Schinkenfleckerln mal afrikanisch, kreolisch oder karibisch essen möchten.

Das Service ist super nett, die Musik ebenso – also, was hält euch noch?

Den herrlichen Kokos-Mango-Pudding bekommt man allerdings nur, wenn man super-nett zum Koch ist, bestellen kann man den nicht. Schade eigentlich!

keke´s

Schreibe einen Kommentar

Heuriger Zimmermann

Ich hab jetzt einfach vom „Übers weite Land“, der Kundenzeitschrift der Niederösterreich-Werbung, die Rubrik „Wo´s schön ist“ abgekupfert für Platzerl, die ich lieb gewonnen habe und euch ans Herz legen möchte.

Natürlich gibt´s derer viele (mit 37 ist man doch schon ein bissl herumgekommen), aber aus aktuellem Anlass (weil´s gestern wieder mal sooo lauschig war) möchte ich euch heute meinen Lieblings-Heurigen in Wien empfehlen: den Zimmermann in Neustift (vor Neustift beim Kreisverkehr rechts in die Agnesgasse rein und dann gleich wieder links in die Sackgasse).

Wäre der Gastgarten noch steiler, müssten sich die Kellnerinnen anseilen, Bänke und Tische sind klassisch grün lackiert, die Henkelgläser für den Spritzer haben noch die guten alten Weinranken drauf und das Buffet ist bodenständig und deftig (und die Schlange davor lang!!). Besonders attraktiv finde ich, dass die Rebzeilen unmittelbar neben dem Gastgarten beginnen und auch wenn abends die Gelsen einfallen, ist´s extrem lauschig, wenn sich ein allgemeindes Gemurmel über dem Garten ausbreitet, die Laternen angehen, die ersten Gäste Decken rausholen, es verführerisch nach Bratl riecht und da und dort polternd eine unreife Birne vom Baum fällt – aus mehrerlei Hinsicht gar nicht ungefährlich so ein Heurigenbesuch!

Immer auf der Suche nach Neuem freu ich mich, wenn ihr euren Lieblingsheurigen verraten wollt. Und: natürlich gibt´s Spitzen-Betriebe an der Weinstraße Niederösterreich, aber da komm ich leider nicht so regelmäßig vorbei…

www.weinhof-zimmermann.at

Schreibe einen Kommentar

Brunnenmarkt und Yppenplatz

Ha, mein Geburtstag ist schon 2 Monate her und ich profitier immer noch davon. Hab heute Früh das Frühstück am Yppenplatz, das Siegi mir geschenkt hat eingelöst – cool! Ich geh überhaupt in der Früh gerne durch Märkte, der 16. ist multi-kulti und ich wunder mich, warum a) soviele Eier angeboten werden und wie b) 10 Eier nur 1 Euro kosten können!

Gott sei Dank hat Siegi schon einen Platz an der Sonne beschlagnahmt, denn der Andrang im AN-DO (übrigens das Schwesterlokal vom DO-AN am Naschmarkt) ist groß. Die Leute hier sind cool und relaxed, entspannter und nicht so „chic“ wie am Naschmarkt, irgendwie individueller und manche Outfits fallen unter „künstlerisch“. In der entspannten Atmosphäre ist es auch wurscht, dass die Kaffeebestellungen irgendwie immer schief gehen – Melange statt Cafe Latte, den nächsten Latte ganz vergessen und sowieso zu wenig Personal im Gastgarten, was sich auf die Wartezeiten auswirkt. Aber wer schon einen Tisch hat, dem ist das egal und darum trotzdem höchste Empfehlung für Frühstück am Yppenplatz. UND: geistige Notiz endlich mal das NOI anzutesten – im Idealfall auch im Gastgarten am Yppenplatz!

So, und jetzt schnell gepackt und ab ins Mühlviertel. Ich hab die Family schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen und mein Patenkind hat grad die schriftliche Matura gehabt, meine Schwester ist hochschwanger und baut Haus usw. usf. – höchste Zeit, mal nach dem Rechten zu sehen. Mit im Gepäck: 2 leere Kisten Schlägler Bier, das wir mit Begeisterung immer nach Wien bringen und trotz beengter Verhältnisse stets vorrätig haben. Unsere Freunde wissen´s zu schätzen und Barny, der gestrenge Tiroler, vertritt überhaupt die Philosophie, dass man nur aus „böhmischem Wasser“ gutes Bier brauen kann. Wer sich davon überzeugen möchte, ist herzlich auf „einen Schluck Heimat“ bei uns eingeladen!

Schönes, langes Pfingstwochenende allesamt!

Schreibe einen Kommentar

Wonne im Mai!!

Den gestrigen Tag der Arbeit habe ich damit gefeiert, keinen Finger zu rühren (tja, auch kein Eintrag in den Blog…), wieder mal ins Museum zu gehen (sehenswert: Monet, Kandinsky, Rothko und die Folgen im Bank Austria Kunstforum ) und anschließend ins Kaffeehaus (ganz ok: das nahegelegene Café Schottenstift).

Aber richtig ausgeruht bin ich trotzdem nicht, die Schultern sind immer noch verspannt, dazu kommt der Muskelkater vom Yoga und seit Tagen habe ich massive Anfälle von Frühjahrsmüdigkeit. Ich hoffe, das Wochenende wird geruhsam – am Sonntag liegen wir (sofern das Wetter passt) ab 14.30 Uhr im Burggarten, hm, wo hab ich bei der Übersiedlung eigentlich die Frisbee-Scheibe hingesteckt?! Und morgen Abend spielt Nena am Heldenplatz – auch eine Überlegung wert. Wie man auf gut österreichisch sagt: „Schau´n ma mal!“

Schreibe einen Kommentar

Mono Sushi

Heute geh ich noch auf Sushi!!

Eigentlich gehe ich zu Yoga (ein wirklicher Tipp: Klaus Giritzhofer!), aber beim Hingehen überlege ich schon, was ich anschließend beim Japaner essen könnte :-) Ja, so bin ich, ein wirklicher Yogi wird aus mir wohl in dieser Inkarnation nicht mehr, aber ich merke, dass es mir sehr gut tut. Außerdem ist die Gruppe unaufgeregt, ich kann zu Fuß hingehen und nachher gibt´s Best Sushi in Town (ex aequo mit dem „Dots“ auf der Mariahilferstraße) im

Mono Sushi

Das Lokal in der Schottenfeldgasse ist von außen unscheinbar und innen typisch japanisch nüchtern. Aber um all das geht´s nicht: die Misosuppe ist super gut, die Lachs-Sushi zerfallen richtig im Mund, die Yakitori-Spieße kommen in g´schmackiger Sauce und die Udon-Suppe kann ich auch nur empfehlen! Ich hab schon viel Sushi probiert – das sind die besten!!!! (Das Dots ist ganz anders ausgerichtet und somit nicht direkt vergleichbar) Und die Betreiber sind seeeeehr nett und herzlich. Ein Must für alle Sushi-Liebhaber!

 Mono Sushi Bar, Schottenfeldgasse 5, 7. Bezirk, Tel. 01/5228780

Schreibe einen Kommentar

Neon

Der heutige Abend gibt Anlass zur Eröffnung der Kategorie: „Lokale“. Restaurantkritikerin wollte ich schon lange mal werden… bevorzugt möchte ich dafür bezahlt und von Küchenchefs gefürchtet werden, aber jeder fängt mal klein an =)

NEON

Severin Corti hat im Standard das „Neon“ gelobt – Grund genug, um mit meinem zu Besuch weilenden Schwager Erich vorbeizuschauen.

Umgebung: wirkt eher tot und Beton-wüstig, Teil des neuen Bürokomplexes „Skyline“ bei der U4 Spittelau

Innenausstattung: cool, nüchtern, hip, pinke Neon-Installation an der Decke, tw. Sichtbeton, schwarze Möbel, 2 Bankreihen in der Mitte des Raumes mit kl. Tischen für je 2 Personen dazu

Essen: hochwertige Zutaten, Gemüse nicht totgekocht, mehrere Gerichte mit Tofu, Reis gut, Mango Lassi gut, ein paar Suppentöpfe, solide Auswahl (Ente, Fisch, Rind, Schwein, Tofu etc.)

Service: etwas chaotisch (wir werden zu Beginn gleich 2x knapp hintereinander gefragt, was wir trinken möchten und dann kommt vorerst mal nur 1 Hauptspeise) – aber das sind evtl. nur Anfangsschwierigkeiten; freundlich, schnell

Und was heißt das jetzt: Tipp für alle, die gerne asiatisch essen und ein neues Lokal anschauen wollen, wer keine Lust dazu hat, versäumt aber auch nix Bahnbrechendes…

Neon, Gürtelbogen 215/216, Heiligenstädter Straße 29-31, 1190 Wien, Tel. 01/908 17 72, Küche tägl. 11-23 Uhr

On a side note: das Babu (da waren wir noch auf einen after-drink) verlangt laut Getränkekarte € 0,25 für ein kleines Glas Wasser – böse!! Geistiger Vermerk: mit Bann belegen!!

Schreibe einen Kommentar